29.10.2017, von Redaktion LV BEBBST

Stürmischer Sonntag für die THW-Kräfte

Sturmtief Herwart sorgt für zahlreiche Anforderungen des THW

Große Dachteile müssen nach Sturm Herwart gesichert werden Quelle: THW (Markus Schneid)

Ein schweres Sturmtief ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit bis zu Windstärke 10 über Deutschland hinweg gezogen. Dabei kam es auch in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt erneut zu zahlreichen Schäden durch umgefallene Bäume, abgedeckte Dächer oder kollabierte Gerüstkonstruktionen. Nachdem bereits seit 04:00 Uhr morgens das Einsatzaufkommen durch Sturmmeldungen in Berlin sprunghaft angestiegen war löste die Berliner Feuerwehr wieder den Ausnahmezustand für Berlin aus. 

Aufgrund der Vielzahl der Einsatzstellen erfolgte gegen 08:00 Uhr die Anforderung des THW, welches zunächst mit sechs Bergungsgruppen zur Unterstützung der Kräfte der Berufs- und freiwilligen Feuerwehr in den Dienst gingen. Hauptsächlich waren auch dieses Mal wieder umgestürzte Bäume und abgedeckte Dachkonstruktionen Anlass der Alarmierungen. Knapp 100 Einsatzkräfte des THW aus 10 Ortsverbänden waren teils bis in die späten Abendstunden aktiv und beseitigten Sturmschäden. Als besondere Herausforderung ergaben sich hierbei zwei große Gerüstkonstruktionen die den schweren Sturmböen nicht standhielten und teilweise zusammenstürzten. So mussten Kräfte des Ortsverbandes Berlin Friedrichshain-Kreuzberg am Schöneberger Ufer ein Gerüst niederlegen, welches sich aus der Wandverankerung gelöst hatte und zu großen Teilen über der vielbefahrenen Straße hin. Eine Dachkonstruktion in Berlin Friedrichshain brach im Sturm in der Krossener Straße zusammen und stürzte in den Innenhof. Da hier noch weitere Teile des Behelfsdaches sowie des Baugerüstes drohten zusammen zufallen wurde unter der Aufsicht von Baufachberatern des THW und der Bauaufsicht das verbliebene Material kontrolliert abgetragen und gesichert.

Aus dem Ortsverband Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf waren insgesamt 15 THW-Kräfte mit einem Zugtrupp und einer Bergungsgruppe sowie einem Fachberater im Einsatz.


  • Große Dachteile müssen nach Sturm Herwart gesichert werden Quelle: THW (Markus Schneid)

  • Niederlegen eines Gerüstes mittels Seilwinde. Quelle: THW (Ralf Püschner)

  • Kollabierte Gerüstkonstruktion. Quelle: THW (Ralf Püschner)

  • Abgedecktes Dach. Quelle: THW (Ralf Püschner)

  • Hand in Hand mit zivilen Gerüstbaufirmen wird die Einsatzstelle bearbeitet. Quelle: THW

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