24.06.2018, von thw.de

SEEWA trainiert fleißig

Zwei Auslandseinsatzhelfer unseres Ortsverbandes üben mit

Die Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) ist eine der zwei Schnell-Einsatz-Einheiten des THW. Sie wird nach Hurrikanen, Erdbeben oder Überflutungen weltweit eingesetzt und muss innerhalb von wenigen Stunden einsatzbereit sein. Dafür muss jeder Handgriff sitzen. Vergangene Woche trainierten deshalb gleich zwei SEEWA-Module in Dresden und Schorndorf verschiedene Einsatzszenarios.

Eine SEEWA-Übung fand am Wochenende in Dresden statt. Die Einsatzkräfte trainierten unter anderem den Camp-Bau, die Kommunikation via Satellit und das Bereitstellen von Trinkwasser.

Weitere SEEWA-Einsatzkräfte stellten sich Anfang des Monats bei extrem heißen Wetterbedingungen in Schorndorf einem fiktiven Erdbebenszenario. Nach einem angenommenen Beben mit der Stärke 7.4 auf der Richter-Skala waren die Hauptaufgaben, die Region des Rems-Murr-Kreises mit Trinkwasser und Infrastruktur zu versorgen. Auch viele Tote, Vermisste, zerstörte Häuser, knappe Lebensmittel und eine zusammengebrochene Abwasser-, Verkehrs- und Kommunikationsstruktur gehörten zur Übung in Schorndorf. 50 Einsatzkräfte aus den THW-Landesverbänden Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Bayern beteiligten sich an der Übung.

Zunächst galt es, die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser durch eine Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWAA) sicher zu stellen. Die Ehrenamtlichen bauten drei Rohwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 8.000 Litern, ein Pufferbecken zur Zwischenspeicherung des Wassers sowie zwei Reinwasserblasen mit jeweils 10.000 Fassungsvermögen auf. Das aufbereitete Trinkwasser testeten die Helferinnen und Helfer mit zahlreichen Wasserproben in einem mitgeführten Trinkwasserlabor.

Außerdem übten die Einsatzkräfte, die Wasserinfrastruktur wiederherzustellen. Dazu pumpten sie einen Brunnen aus, reinigten ihn und ersetzten die Pumpe. Des Weiteren säuberten sie den Zugang zu einer Quelle und erneuerten die Leitungen zum 20 Meter bergabwärts befindlichen Trinkwasserbecken.

Fotos: THW (Hans-Jürgen Hirsch)


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