In den Morgenstunden des 9. September kam es im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick zu einem großflächigen Stromausfall. Rund 50.000 Haushalte und Unternehmen waren bis zu drei Tage ohne Strom. Für das Technische Hilfswerk (THW) waren rund 300 Einsatzkräfte aus allen zwölf Berliner Ortsverbänden, darunter auch der Ortsverband Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, im Einsatz.
Nach etwa 60 Stunden meldete Stromnetz Berlin am Donnerstagabend (11.09.) die vollständige Wiederherstellung der Versorgung. Kurz darauf beendete die Berliner Feuerwehr den Einsatz offiziell.
THW-Aufgaben während des Einsatzes
Das THW übernahm vielfältige Aufgaben:
- Notstromversorgung von Pflegeeinrichtungen, dem Gesundheitsamt und mehreren Katastrophenschutz-Leuchttürmen.
- Unterstützung der Bevölkerung an Infopunkten mit Lademöglichkeiten für Handys und Notrufe.
- Versorgung kritischer Infrastruktur, darunter die Humboldt-Universität zur Kühlung von Gefahrstoffen.
- Beleuchtung von S-Bahnhöfen zur Aufrechterhaltung des ÖPNV in den Abend- und Nachtstunden.
- Logistik und Verpflegung für Einsatzkräfte sowie Kraftstoffnachschub.
„Unsere Helferinnen und Helfer haben seit Beginn des Stromausfalls Tag und Nacht wirksame Hilfe geleistet“, sagte Sebastian Gold, Landesbeauftragter für Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Hintergrund
Ursache des Stromausfalls war ein Brand an zwei Strommasten im Südosten Berlins, zu dem ein Bekennerschreiben vorliegt. Durch Erfahrungen aus dem Stromausfall 2019 konnte das THW diesmal frühzeitig Katastrophenschutz-Leuchttürme einsetzen – ein bewährtes Instrument zur Unterstützung der Bevölkerung.

