Ausbildung am Abstützsystem Holz (ASH)

Bereichsausbildung "Abstützen und Aussteifen Holz"

Am Wochenende fand die Bereichsausbildung "Abstützen und Aussteifen Holz" am Abstützsystem Holz (ASH) statt.

Neun Einsatzkräfte unseres Ortsverbandes nahmen an der theoretischen und praktischen Ausbildung teil.

Am Freitagabend wurden die Grundlagen der Gebäudeabstützung und des Abstützsystems vorgestellt.
Am Samstag und Sonntag wurde dann das Aufstellen der 5 Meter Stützböcke, der Aufbau und das Einsetzen eines Sprengwerkes mit 10 Metern Spreizweite, verschiedene Zuschnitttechniken sowie die Abstützung von schrägen Ebenen geübt.

Nach Gasexplosionen oder Bränden drohen oftmals Gebäude einzustürzen. Um Einsatzkräfte und Anwohner zu schützen, setzt das Technische Hilfswerk unter anderem das ASH ein. Mit dem ASH können die Einsatzkräfte marode Decken und instabile Wände abstützen und so ein Einsturz des Gebäudes verhindern.

Der Umfang des ASH ist beachtlich. Neben Holzbalken in verschiedenen Größen führt das THW bei einem Einsatz Kreissägen und Bohrmaschinen mit. Damit lässt sich das Holz vor Ort je nach Verwendungszweck leicht bearbeiten. Messgeräte sowie Stützen und Erdnägel sind ebenfalls Bestandteil des Inventars. Erdnägel ähneln einem übergroßen Zelt-Hering und dienen zur Fixierung des ASH im Boden. Die komplette Ausrüstung befindet sich auf einem Anhänger und ist somit jederzeit einsatzbereit.

Beim Aufbau des ASH unterscheidet das THW zwischen zwei Stützmethoden. Die erste ist der sogenannte Stützbock, der bis zu 15 Meter in die Höhe reichen kann. Er besteht aus Bohlentreibladen, also Balken, die auf dem Boden liegen. Auf ihnen werden senkrecht stehende Streichbalken befestigt, es entsteht ein rechter Winkel. Um die Konstruktion zu stabilisieren, befestigen die Helferinnen und Helfer diagonal, zwischen Bohlentreibladen und Streichbalken, sogenannte Strebstützen, was dem Ganzen das Aussehen eines Dreiecks verleiht.

Die zweite Methode ist das Sprengwerk. Es wird verwendet, um zwei Wände gegeneinander abzustützen. Mit vorgefertigten Holzbalken lassen sich so individuelle Sprengwerke mit einer Spreizweite von bis zu zehn Metern herstellen.

Einmal aufgebaut, bleibt das ASH meist bis zum Ende des Einsatzes stehen, das heißt in der Regel bis zum Wiederaufbau oder Abriss des Gebäudes.

Fotos: THW (Dennis Seumer und Clemens Lucas)


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